06. Sep 2022

Starke Leistung der Siegerländer Nachwuchstalente bei Kidscup

Am Morgen des 27.08.2022 machte sich eine Gruppe Siegerländer Wettkampfkletterer auf den Weg nach Brakel zum ersten Kidscup für 2022 in Nordrhein-Westfalen. Gestartet wird bei diesem Wettkampf in drei Altersgruppen. In der U10 gab es 5 Siegerländer Starter, in der U12 gingen 4 Siegerländer an den Start und in der U14 weitere drei, so dass eine Gruppe von 12 Kindern und Jugendlichen sich mit anderen Kindern aus NRW im Klettern gemessen haben.

Die Kinder und Jugendlichen trainieren zweimal die Woche in den Wettkampfgruppen der Sektion Siegerland e.V. im Deutschen Alpenverein (DAV) e.V.. Da die Wettkampfgruppe, der unter 12-jährigen erst Anfang des Jahres von Dominik Klein und Jonathan Mende gegründet wurde, war es für die meisten der Kinder der erste offizielle Wettkampf in NRW. Zur Vorbereitung ging es in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings schon zu zwei Kidscups in Hessen.

Während eines Kidscups müssen die Kinder und Jugendlichen alle drei Disziplinen des modernen Wettkampfsport bestreiten. Die erste Disziplin ist das Lead-Klettern. Dort werden die Kinder von Betreuern gesichert und versuchen die 15m hohen Wände zu erklimmen. Beim Bouldern wird in Absprunghöhe geklettert, so dass kein Seil benötigt wird. Die letzte Disziplin ist das Speedklettern. Beim Speedklettern geht es im Vergleich zu den ersten beiden Disziplinen nicht um die Schwierigkeit der Route, sondern um die Geschwindigkeit. Um die schweren Boulder und Routen meistern zu können benötigen die Kinder nicht nur Kraft, sondern auch Technik, Beweglichkeit, Balance, Schnellkraft und Koordination.

Dieses Jahr werden noch zwei weitere Kidscups in NRW stattfinden, dort wird die Siegerländer Wettkampfgruppe ebenso vertreten sein. Auf den dritten Wettkampf für dieses Jahr freuen sich die Kinder am meisten, da er am 26.11.2022 im DAV-Kletterzentrum Siegerland stattfinden wird.


In der U10 also der Jugend E, wo alle Kinder das erste Mal gestartet sind, landete Mariella Achenbach auf einem sehr guten fünften Platz und Charlotte Varnhorn erreicht sogar den vierten Platz. Bei den Jungen hat Hannes Stenger den fünften Platz erreichen können. Louis Meusch schaffte es auf den dritten Platz zu klettern während Henner Jüngst den zweiten Platz erreichte.

Bei der U12 (Jugend D) erreichte Nele Hofmann einen starken neunten Platz und Frieda Jüngst kletterte allen anderen Mädchen im Speedklettern davon, sodass sie den ersten Platz erreichte. Bei den Jungen schaffte es Lukas Lipok auf den zehnten Platz und Moritz Varnhorn konnte sich in dem starken Starterfeld bis zum Treppchen auf den dritten Platz durchschlagen. Für Nele Hofmann und Lukas Lipok war dies allerdings ebenfalls ihr erster Wettkampf in NRW.

Enya Steiner konnte in der U14 (Jugend C) auf den vierten Platz klettern und Jacob Schlosser bei den Jungen auf den neunten Platz. Julius Grunau, der auch zum ersten Mal startete, erreichte den siebten Platz.

Bericht: Jonathan Mende
Fotos: Friedbert Schulze (DAV OWL)

25. Aug 2022

DAV Sektion Siegerland erhielt eine großzügige Spende vom Lions Club Siegen


In der DAV Klettergruppe „Geht nicht-Gibt’s nicht“ (kurz: Genigini) mit ihren speziell ausgebildeten Trainer*Innen im Kletterzentrum Siegerland klettern und trainieren Menschen mit Handicap. Beim Klettern werden Körpergefühl, Koordination, Gleichgewicht, Kraft, Ausdauer ebenso wie Eigenverantwortung, Selbstbestimmtheit und Alltagssicherheit trainiert. Die Möglichkeit in der Gruppe klettern zu können bedeutet für Menschen mit Behinderung eine große Bereicherung.

Um die dafür teilweise speziell erforderlichen Geräte und Hilfsmittel anschaffen zu können, erhielt die DAV Sektion Siegerland e.V. eine großzügige Spende von 1500 EUR vom Lions Club Siegen.
Der Präsident Ulf Richter freute sich sehr, die Spende an Thomas Riedlinger, Vorstand der DAV Sektion Siegerland e.V. für die Unterstützung dieser wichtigen Inklusionsarbeit der Sektion überreichen zu können.


08. Jul 2022

Paraclimber Marco Reinhard in Imst sensationell auf dem Podest

Beim Internation Paraclimber Event, dass vom 02. – 03.Juli im Kletterzentrum in Imst in Österreich stattfand, holte Marco Reinhardt sensationell den 3. Platz. Das Starterfeld war mit 52 Kletterern aus 12 Ländern international sehr gut besetzt.

Marco Reinhardt ist Mitglied der DAV Sektion Siegerland e.V. und startete in Imst in der nach der International Federation of Sport Climbing (IFSC) vorgegebenen Klasse AL2 (hier hat der Sportler eine Beinamputation). In dieser Klasse ist Marco Reinhardt aktuell der beste deutsche Kletterer. Durch das Anwenden der neuen IFSC Klassifizierungen und Regelungen ist dieses Event auch ein wichtiger Schritt in Richtung Paralympics, die 2028 in Los Angeles stattfinden sollen.

Seinen Erfolg sieht Marco Reinhardt in der Veränderung seiner Denkweise in Bezug auf die Wettkämpfe. So hat er die Aufregung vor dem Wettkampf besser im Griff, die Fokussierung hat sich verbessert, mehr Risiko wird bewusst in Kauf genommen und nicht zuletzt hat sich seine Technik spürbar verbessert.

Ein großer Wunsch von Marco Reinhardt ist, dass dem Sport mehr Aufmerksamkeit und auch Unterstützung zukommt. So müssen u.a. die Kosten für Anreise und Unterkunft selbst bezahlt werden, wobei dann schnell einmal mehrere hundert Euro aus der eigenen Geldbörse beigesteuert werden. Um diesen Betrag so gering wie möglich zu halten, wurde dann auch gemeinsam mit der mitgereisten Frau Christine im Zelt auf dem Campingplatz übernachtet.

Verlassen kann sich Marco Reinhardt aber immer auf die großartige Unterstützung der DAV Sektion Siegerland e.V. des Deutschen Alpenverein (DAV) e.V., des Kletterzentrum Siegerland und der Jungs Boulderhalle „Schlüsselstelle“. Hierdurch konnte Marco Reinhardt seinen Trainingsstand aufrechterhalten und auch verbessern.

Ein großes Dankeschön geht auch an die Sponsoren „Chalkr Klettershop“, „Kletterschuhdoktor“, „Dr. Ladislav Biro“, „Schindler Orthopädie“ und an seine Frau Christine, ohne all die Unterstützer wäre die Teilnahme an den Wettkämpfen nicht möglich. Neue Sponsoren sind jederzeit herzlich willkommen.
Mit dieser Leistung möchte Marco Reinhardt ganz besonders die Arbeit der Förderschule am Alserberg in Wissen und die Klettergruppe „geht nicht – gibt’s’s nicht“ der DAV Sektion Siegerland e.V. würdigen.
Das Ziel von Marco Reinhardt hat er klar vor Augen – die Teilnahme an den Paralympics 2028 in Los Angeles.

(Text und Bilder: Eberhard Vitt)

Klimaschutzmaßnahme im Kletterzentrum Siegerland

Pressemitteilung

Natur- und Umweltschutz gehören seit jeher zu den Kernaufgaben des Alpenvereins. Dieses Ziel hat sich auch die Sektion Siegerland e.V. des Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V. auf die Fahnen geschrieben. Und da Reden allein bekanntlich nicht weiterhilft, hat sich die Sektion Mitte 2019 Gedanken hierzu gemacht und ein Projekt im Bereich der Kletterhalle favorisiert.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit wurden Fördermittel im Zuge des Projektes „Sanierung der Innenbeleuchtung des Kletterzentrums Siegerland der DAV Sektion Siegerland e.V.“ beantragt und bewilligt. Der Auftrag zur Lichtplanung und Lampenlieferung ging an die Firma Rubertus & Pan GbR aus Siegen, so dass hierdurch auch die heimische Wirtschaft unterstützt werden konnte.

Die Anlage wurde in Eigenleistung unter Federführung von Mirko Irle installiert. Im Zuge der Arbeiten wurden auf einer Fläche von 447 qm die bisherigen konventionellen Lampen und Leuchtstoffröhren durch insgesamt 22 moderne LED-Lampen ersetzt. Diese tragen neben der Energieeinsparung auch noch zu einer wesentlich besseren Ausleuchtung der Kletterhalle bei und erhöhen damit auch die Sicherheit der Kletterer beim Ausüben ihres Sports.

Das Gesamtauftragsvolumen betrug 24.258,07€. Finanziert wurde die Maßnahme durch 30% Fördermittel des Bundes, 50% Fördermittel des DAV Mutterverbandes in München und 20 % Eigenmittel der DAV Sektion Siegerland e.V. Als Ergebnis der Maßnahme werden neben 84t CO2 in den nächsten 20 Jahren auch jährlich 7.114 kWh eingespart, was einer Reduzierung von 61,85% des gesamten Stromverbrauchs der Kletterhalle entspricht.

Foto: Eberhard Vitt

Foto: Benjamin Rubertus